Neu-Isenburg - Eine Untersuchung von ADP Employer Services und dem Marktforschungsunternehmen tms connected ergab, das jedes siebte Unternehmen seinen Prozess der Reisekostenabrechnung ändern will. Über zwei Drittel planen diesen Schritt innerhalb der nächsten 12 Monate. 73 Prozent wollen sich dafür eine neue Software zulegen, 9 Prozent die bisherige Lösung erweitern und 3 Prozent das Outsourcing-Unternehmen wechseln. Im Rahmen der Ende 2004 durchgeführten Studie wurden 5.700 Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in Deutschland befragt.
Eine weitere im September 2004 abgeschlossene Untersuchung von ADP Employer Services ergab, dass deutsche Firmen vergleichsweise überdurchschnittlich viele Reisen ihrer Mitarbeiter mit entsprechend größerem Prozess- und Verwaltungsaufwand abwickeln:
Fallen europaweit durchschnittlich 118 Tage pro Unternehmen und Jahr für die Bearbeitung von Reisekosten an, so sind es in Deutschland 141 Tage. Deutsche Unternehmen rechnen 287 Reisevorgänge pro Monat ab, europäische 228. In Deutschland reisen 36 Prozent aller Mitarbeiter, in Europa sind es 32 Prozent.
Für jeden Reisenden entstehen beim Unternehmen jährlich 463 Euro an administrativen Kosten, 52 Prozent davon durch die Buchung, 46 Prozent durch die Ausgabenberechnung und 2 Prozent durch sonstige Aktivitäten. Dies entspricht 5,6 Prozent der Gesamtreisekosten. Den größten Anteil machen hier die Transportkosten aus, gefolgt von Übernachtungen und Verpflegungspauschalen. Die Geschäftsreiseanalyse 2004 des VDR (Verband Deutsches Reisemanagement) ermittelte, dass im Jahr 2003 in Deutschland etwa 147 Millionen Geschäftsreisen durchgeführt wurden. Für jede Reise fielen durchschnittlich 347 Euro für Tickets und Verwaltung an. Das Reisekostenbudget beläuft sich damit auf etwa 6 Prozent der Gesamtausgaben und ist der drittgrößte Kostenblock im Unternehmen.
Die Prozesskosten lassen sich gemäß der VDR-Analyse um 46 Prozent reduzieren, gemäß Studien aus dem Jahr 2003 von American Express, A.T. Kearney und GfK sogar um 50 Prozent. Diese Einsparungen erreichen die Einführung und konsequente Überwachung einer Reisekostenrichtlinie, die Nutzung von Online-Buchungen, schlanke Abwicklungsprozesse und die Einführung einer Corporate-Kreditkarte. Umfassendes Controlling, etwa durch ein Workflow-gestütztes Genehmigungsverfahren, effizientes Reporting und ein elektronisches Archiv sind weitere Ansatzpunkte.
Diese Effizienzsteigerungen lassen sich mit den drei Lösungsvarianten von ADP Employer Services erreichen. So stellt das Unternehmen den Kunden seine Software über Application Services zur Verfügung und unterstützt ihn mit Wartungs-, Schulungs- und Customizing Services. Die fachliche und technische Verantwortung liegt bei dieser Variante beim Kunden. Übernimmt ADP das Hosting und den Betrieb der Anwendung, und damit die technische Verantwortung, entspricht dies der zweiten Variante Processing Services. Bei den Managed Services wickelt ADP den vollständigen Business-Prozess der Reisekostenabrechnung ab und trägt damit die komplette Verantwortung.
KURZPROFIL AUTOMATIC DATA PROCESSING Inc.
Automatic Data Processing Inc. (NYSE:ADP) ist mit einem Umsatz von 7,8 Milliarden US-Dollar (2003/2004), 41.000 Mitarbeitern und rund 500.000 Kunden eines der größten unabhängigen IT-Serviceunternehmen der Welt. Das Unternehmen mit Sitz in Roseland, USA, ist seit 1961 an der New Yorker Börse notiert. Der Gewinn für das vergangene Jahr betrug 935 Mio. US-Dollar bzw. 1,56 Cents pro Aktie.
ADP Employer Services ist der größte von vier Geschäftsbereichen. Hier entwickelt und implementiert ADP Informationssysteme und Dienstleistungen für die Lohn- und Gehaltsabrechnung und das Personalmanagement. Je nach Kundenbedürfnis bietet ADP Beratung, Softwarelösungen sowie Teil- und Full-Serviceleistungen (Business Process Outsourcing). Alleine 4 Milliarden US-Dollar des weltweiten Umsatzes entfielen im vergangenen Geschäftsjahr auf Outsourcing-Services im Personalwesen. Serviceleistungen für die Finanzwirtschaft und Investoren (Brokerage Services), für Kfz-Sachverständige (Claims Services) und Kfz-Vertragshändler und -Hersteller (Dealer Services) bilden die drei anderen Standbeine des Unternehmens.
In Deutschland erwirtschaftete ADP Employer Services GmbH mit 500 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2003/2004 einen Umsatz von 61 Millionen Euro. Jede fünfte Lohn- und Gehaltsabrechnung wird in Deutschland mit Lösungen von ADP erstellt. Zu den 5.500 Kunden in Deutschland zählen unter anderem DaimlerChrysler, Danone, Deutsche Bahn, eBay, Hewlett-Packard und HypoVereinsbank. ADP Employer Services GmbH hat ihren Hauptsitz in Neu-Isenburg und ist an fünf weiteren Standorten in Deutschland vertreten.
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