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Januar 2012

Herausforderung Talentmanagement: Unternehmen müssen Mitarbeiter 2012 noch stärker in den Mittelpunkt rücken

Systematische Entwicklung von Strukturen notwendig
Neu-Isenburg (ots) - Wenn Unternehmen der Zukunft gewachsen sein wollen, müssen sie ihren Blick vor allem nach Innen lenken. "Das Problem besteht darin, dass viele Firmen in einer Art Krisenaktionismus auf das Treiben der Märkte reagieren - anstatt internes Potenzial zu heben", sagt Prof. Andreas Kiefer, General Manager South and Central Europe und Vorsitzender der Geschäftsführung der ADP Employer Services GmbH. Als weltweit führender Anbieter von Services und Lösungen rund um die Entgeltabrechnung, Personaladministration und das HR-Management sieht es ADP als größte Herausforderung für Unternehmen an, qualifiziertes Personal zu finden und zu halten. ADP skizziert 5 Ansätze, die Unternehmen die Jagd nach Talenten in den kommenden Monaten erleichtern.

1. Neuentdeckung interner Ressourcen und internen Wissens: Ob Produktverbesserungen, die Optimierung von Arbeitsabläufen oder gar die Förderung und Umsetzung von Patenten: Deutsche Unternehmen müssen nach Einschätzung der ADP Employer Services GmbH in den darauffolgenden Jahren systematischer versuchen, das wirkliche Potenzial ihrer Mitarbeiter zu erfassen - und zu heben. "Nicht zuletzt in Anbetracht des Fachkräftemangels müssen Unternehmen diesen Schritt gehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sagt der ADP-Chef. Allerdings muss es Firmen dafür gelingen, Mitarbeiterressourcen besser zu verwalten und einzusetzen. Das Problem: Technisierung und Automatisierung haben im Arbeitsalltag zu völlig neuen Berufsbildern geführt. "Vielen Angestellten fehlt die Zeit für neue Ideen und für ein Wissensmanagement. Software kann helfen, die Prozesse abzubilden und wertvolles Wissen einzufangen", sagt Kiefer. Outsourcing und Cloud-Lösungen ermöglichen es verschiedenen Seiten, je nach Zugriffsrecht dezentral auf Informationen zuzugreifen und Daten zu pflegen.

2. Soft Skills bei Arbeitgebern: Jahrelang trainierten Arbeitnehmer Softskills wie Rhetorik oder Auftreten. Jetzt sind Arbeitgeber dran. "Unternehmen haben erkannt, dass Fachkräfte allein mit Gehalt und materiellen Annehmlichkeiten nicht zu halten sind. Einige Konzerne und Mittelständler haben die Wertschätzung im Kleinen bereits gelernt, die den großen Unterschied macht", sagt Andreas Kiefer. Es gehe um Aufmerksamkeiten wie ein kleines Willkommensgeschenk bei Nachwuchs oder der persönliche Geburtstagsgruß vom Geschäftsführer. Dafür muss jedoch der Informationsfluss einzelner Mitarbeiterdaten so geregelt werden, dass Fach- und Führungskräfte sinnvollen Zugriff haben. "Gerade im Mittelstand befinden sich die Mitarbeiterinformationen in verstaubten Karteikästen oder es fühlt sich keiner zuständig", erläutert Kiefer.

3. Weitere Flexibilisierung der Arbeitsbereiche: Neue technische Endgeräte wie das iPad, aber auch das in Großstädten immer erfolgreichere Modell für Carsharing lassen erahnen, wie sehr sich Arbeits- und Lebenswelt weiter verändern werden. Klassische Arbeitsmittel werden durch neue Dimensionen der Nutzerfreundlichkeit ein Mittel zum Zweck. Platzhirsche müssen laut ADP aufpassen, dass ihnen Newcomer keine sicher geglaubten Marktanteile abnehmen. Gerade weil Arbeitsort und Arbeitszeit flexibler werden, rücken klassische Instrumente der Mitarbeiterführung in den Fokus. "Leistungsumfang und erwartete Ergebnisse wollen besprochen, fixiert und nachgehalten werden. Passiert dies nicht, sind Spannungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern programmiert."

4. Das Unternehmen sind wir: "Unternehmen muss es gelingen, Mitarbeiter trotz der höheren Flexibilität ans Unternehmen zu binden und sinnvolle messbare Leistungen zu verlangen. Dafür müssen Modelle entwickelt werden, die Firmenphilosophie und Individualität der Mitarbeiter gleichermaßen vereinen", erläutert Kiefer. Unternehmen tun gut daran, mit externen Beratern und Coachs aus den Bereichen Firmenentwicklung oder auch Mitarbeiterbranding zusammenzuarbeiten. "Unternehmen wie Apple zeigen, welches Potenzial in Mitarbeitern schlummert", sagt Kiefer. Überdurchschnittlich werden jene Unternehmen sein, die eine besonders hohe Mitarbeiteridentifikation erreichen.

5. Das Unternehmen als Anker: Finanzkrise, Konjunkturkrise, Eurokrise: Mitarbeiter sind durch die aktuellen Entwicklungen auf der Welt und im eigenen Land stark verunsichert. Wirtschaftlich gut gestellte Unternehmen müssen in Zeiten wie diesen Vertrauen vermitteln. "Angestellte sehnen sich nach Kontinuität und Sicherheit", erklärt Kiefer. Das reicht laut ADP von Mitteilungen der Geschäftsleitung über aktuelle Erfolgsprojekte bis hin zu Modellen, mit denen Firmen die private Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter unterstützen. Aber selbst Bereiche wie Marketing, die vielerorts primär Vertriebsunterstützend betrachtet werden, sollten gezielt eingesetzt werden. Ein gleichbleibend starker Außenauftritt durch Werbung reizt nicht nur Kunden zum Kauf, sondern vermittelt auch den Mitarbeitern ein Gefühl von Sicherheit und Bestand.

Über ADP:

ADP (www.de-adp.com) ist der weltweit führende Anbieter von Services und Lösungen rund um die Entgeltabrechnung, Personaladministration und das HR-Management. Automatic Data Processing, Inc. (Nasdaq: ADP) wurde 1949 in New Jersey, USA, gegründet und ist in über 50 Ländern vertreten. Seit über 60 Jahren realisiert ADP die Optimierung und Auslagerung von HR-Geschäftsprozessen (Business Process Outsourcing). ADP arbeitet weltweit für 570.000 Kunden aller Branchen und Größe. In Deutschland erfolgt bereits jede 5. Personalabrechnung mit Produkten und Services von ADP 51.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von knapp 10 Mrd. US Dollar weltweit.

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