Umfrage: Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit in der Personalentwicklung sind für Personaler größere Herausforderung als alternder Arbeitsmarkt
Neu-Isenburg (28. September 2010). Auf die Personalabteilungen deutscher Unternehmen kommt eine Menge Arbeit zu. Obwohl die Themen Fachkräftemangel, schlechte Unternehmenskommunikation oder Kosteneinsparung ganz oben auf der Agenda stehen, schätzen sie die Mitarbeiterentwicklung als wichtigste Aufgabe ein. Das hat eine Umfrage des HR-Management-Dienstleisters ADP Employer Services GmbH unter 404 Personalexperten ergeben.
Laut Befragung ist für 83,6 Prozent die Nachhaltigkeit in der Personalentwicklung die Top-Herausforderung. „Den Personalabteilungen ist bewusst, dass das größte Potenzial in den vorhandenen Mitarbeitern liegt. Ein nachhaltigerer Umgang hilft, Kosten zu sparen und kann sogar den Fachkräftemangel entschärfen“, sagt Friedrich Kummer, ADP General Director Sales. Schließlich lassen sich durch eine geringere Fluktuation Recruiting-Kosten minimieren. Gleichzeitig werden Zeitressourcen für weitere dringende Herausforderungen frei, von denen Personaler eine Menge auf sich zukommen sehen.
Für 82 Prozent stellt die Prozessoptimierung eine Hürde dar. Ebenfalls 82 Prozent sagen, das unternehmerische Denken und Handeln in den Personalabteilungen selbst müsse gefördert werden. Die Themen Fachkräftemangel und schlechte Unternehmenskommunikation empfinden jeweils 71 Prozent als zentrale Aufgaben. 69 Prozent wollen Human Capital Management (HCM) als Wertschöpfung durchsetzen. Der alternde Arbeitmarkt bereitet 60 Prozent der Personalverantwortlichen Kopfzerbrechen. Kummer: „Die Zahlen zeigen, dass in den Personalabteilungen meist mehrere Themen gleichzeitig angegangen werden. Alle Herausforderungen werden als ähnlich wichtig eingestuft.“ HR-Manager sollten laut ADP überlegen, wie sie die Aufgaben schrittweise lösen können.
So wissen laut Umfrage immerhin 62 Prozent, dass die Verlagerung von administrativer hin zur strategischen Personalarbeit ein Schlüssel ist. „Um die Menge an Herausforderungen zu meistern, benötigen die Abteilungen Zeit für die wirklich wichtigen Tätigkeiten. Viele administrative Tätigkeiten wie Entgeltabrechnung, Bescheinigungswesen, Vertragswesen, Korrespondenz mit Mitarbeitern oder der Datenaustausch mit Dritten können heute an HR-Management-Dienstleister ausgelagert oder durch Online-Lösungen erledigt werden“, sagt Kummer.
Die Daten zur Umfrage wurden im Frühjahr 2010 unter 404 Personalern durch Telefoninterviews erhoben.
Die Umfrage in Zahlen: Welche Herausforderungen sehen Sie in der kommenden Zeit?
- Nachhaltigkeit in der Personalentwicklung ausbauen: 83,6 Prozent
- Prozessoptimierung: 82,6 Prozent
- Unternehmerisches Denken und Handeln fördern: 82,4 Prozent
- Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung: 77,9 Prozent
- Fachkräftemangel: 71 Prozent
- Unternehmenskommunikation verbessern: 71 Prozent
- HCM als Wertschöpfung durchsetzen: 69 Prozent
- Bewältigung der Informationsflut: 66,5 Prozent
- Verlagerung von administrativer hin zur strategischen Personalarbeit: 62 Prozent
- Alternder Arbeitmarkt: 60 Prozent
Über ADP:
ADP (www.de-adp.com) ist der weltweit führende Anbieter von Services und Lösungen rund um die Entgeltabrechnung, Personaladministration und das HR-Management. Automatic Data Processing, Inc. (Nasdaq: ADP) wurde 1949 in New Jersey, USA, gegründet und ist in über 50 Ländern vertreten. Seit über 60 Jahren realisiert ADP die Optimierung und Auslagerung von HR-Geschäftsprozessen (Business Process Outsourcing). ADP arbeitet weltweit für 570.000 Kunden aller Branchen und Größe. In Deutschland erfolgt bereits jede 5. Personalabrechnung mit Produkten und Services von ADP. 45.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von 8,8 Mrd. US Dollar weltweit.
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