COVID-19 Gender Pay Gap: Frauen bleiben bei Gehaltserhöhungen und Boni zurück

  • Nur etwa die Hälfte der Frauen in Nordamerika, Lateinamerika und Europa wurde für die Übernahme neuer Aufgaben oder zusätzlicher Verantwortung aufgrund von COVID-19 finanziell entlohnt
  • Etwa sieben von zehn Arbeitnehmern beiderlei Geschlechts im asiatisch-pazifischen Raum erhielten einen finanziellen Ausgleich

Neu-Isenburg – 10. Mai 2021: Frauen haben das Nachsehen, wenn es darum geht, für die Übernahme zusätzlicher Aufgaben und Verantwortung aufgrund von COVID-19 finanziell entlohnt zu werden. Das offenbart die neue Studie des ADP® Research Institute, People at Work 2021: A Global Workforce View.

Insgesamt gaben 68% der befragten Angestellten an, dass sie eine Gehaltserhöhung oder einen Bonus erhalten haben, so das Ergebnis der Umfrage unter mehr als 32.000 Arbeitnehmern in 17 Ländern. In allen Regionen war es jedoch weniger wahrscheinlich, dass Frauen eine solche Belohnung erhielten als Männer, wobei die Differenz bei Angestellten in Nordamerika am größten war.

Nur etwa die Hälfte der Frauen in Nordamerika, Lateinamerika und Europa wurde für diese Veränderungen finanziell entlohnt, verglichen mit etwa drei von fünf Männern. Im Gegensatz dazu erhielten etwa sieben von zehn Arbeitnehmern beides Geschlechts im asiatisch-pazifischen Raum (APAC) eine finanzielle Entschädigung, obwohl Männer immer noch etwas häufiger davon profitierten.

In Deutschland erhielten 64% der Männer eine Gehaltserhöhung oder einen Bonus für die Übernahme neuer Aufgaben und zusätzlicher Verantwortung, verglichen mit 53,3% der Frauen.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei finanziellen Belohnungen: die Größe der Lücke nach Region

In dem Bericht wird untersucht, ob die Auswirkungen der Pandemie die Einstellung der Arbeitnehmer zur aktuellen Arbeitswelt beeinflusst haben und was sie vom Arbeitsplatz der Zukunft erwarten und sich erhoffen. Die Studie ergab, dass Männer und Frauen mit gleicher Wahrscheinlichkeit zusätzliche Aufgaben aufgrund von COVID-19-bedingten Arbeitsplatzverlusten in ihren Unternehmen übernommen haben (47% der Männer und 46% der Frauen) und/oder aus demselben Grund eine neue Rolle übernommen haben (jeweils 28%).

Martijn Brand, Senior Vice President und General Manager Central Europe bei ADP, kommentiert: „Arbeitnehmer beider Geschlechter sind über sich hinausgewachsen, um Arbeitgeber zu unterstützen, die aufgrund der Pandemie Stellen abbauen oder ihren Betrieb umstrukturieren müssen. Frauen haben jedoch das Nachsehen, wenn es darum geht, für ihre Bemühungen finanziell entlohnt zu werden.

Während einige Arbeitgeber es sich verständlicherweise nicht leisten können, in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten Lohnerhöhungen oder Boni zu zahlen, ist es eine traurige Tatsache, dass Frauen unverhältnismäßig stark darunter leiden. Das zeigt, wie weit wir noch gehen müssen, um die systemische Ungleichheit zu beseitigen und den Gender Pay Gap zu schließen.

Die Wahrnehmung von Fairness spielt eine entscheidende Rolle für die Loyalität und das Engagement von Arbeitnehmern, was sich wiederum auf die Produktivität und die Bindung von Talenten auswirkt – und darüber hinaus auf die Reputation. Wenn Frauen das Gefühl haben, dass ihre Bemühungen übersehen werden – vor allem verglichen mit ihren männlichen Kollegen – ist das eine Situation, die Arbeitgeber um jeden Preis vermeiden sollten."

ENDE

Für weitere Informationen lesen Sie bitte die People at Work 2021: A Global Workforce View Studie Studie.

 

Über die Studie

Die People at Work 2021: A Global Workforce View untersucht die Einstellungen der Mitarbeiter zur aktuellen Arbeitswelt und was sie vom Arbeitsplatz der Zukunft erwarten und erhoffen.

Das ADP Research Institute befragte zwischen dem 17. November und dem 11. Dezember 2020 32.471 Arbeitnehmer in 17 Ländern weltweit. Dazu gehörten:

  • 15.307 in Europa (Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Spanien, Schweiz und Großbritannien)
  • 3.811 in Nordamerika (USA und Kanada)
  • 5.726 in Lateinamerika (Argentinien, Brasilien und Chile)
  • 7.627 im asiatisch-pazifischen Raum (APAC) (Australien, China, Indien und Singapur)

 

Die globalen Ergebnisse wurden so gewichtet, dass die Erwerbsbevölkerung für jedes Land repräsentiert werden kann.   

Über ADP (NASDAQ – ADP)

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