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Einstellungsgrundwissen: Begleitbuch für kleine Unternehmen

Von ADP

22/06/2020

 
 

Ihre Stellenbeschreibung hat Ihnen also einen beeindruckenden Stapel von Lebensläufen beschert. Wie jedoch grenzen Sie diesen auf die besten Bewerber für ein Vorstellungsgespräch ein? Lassen Sie sich nicht entmutigen. Mit der richtigen Vorbereitung läuft alles reibungslos und ebnet darüber hinaus auch den Weg für zukünftige Einstellungsverfahren. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die notwendigen Vorbereitungen treffen können, um die richtigen Bewerber für ein Vorstellungsgespräch zu finden.


Machen Sie zuerst Ihre Hausaufgaben

Vergewissern Sie sich vor der Vorstellungsgesprächsphase, dass Sie über ein vollständiges Verständnis der Rolle, die Sie ausschreiben, verfügen. Überprüfen Sie die Stellenbeschreibung und, sofern möglich, sprechen Sie mit der Person, die diese Stelle derzeit besetzt, um zu gewährleisten, dass alle Nuancen der betreffenden Aufgaben in der Beschreibung berücksichtigt wurden. Machen Sie sich damit vertraut, warum das Gehalt auf diesen bestimmten Wert festgelegt wurde. Das hilft Ihnen, den Pool der potenziellen Bewerber zu verkleinern.

Entscheiden Sie als Nächstes, wo Sie am besten Bewerber finden können. Dazu kann Folgendes zählen: interne Personalvermittler, Personaldienstleister, Stellenbörsen, Websites wie LinkedIn, Netzwerkveranstaltungen, Karrieremessen, Mitarbeiterempfehlungen und branchenspezifische Verzeichnisse. Verwenden Sie die Stellenbeschreibung zur Orientierung, wenn Sie die Ausschreibung für die Rolle erstellen. Heben Sie zentrale Aufgaben hervor, beschreiben Sie Ihre Unternehmenskultur und geben Sie an, was potenzielle Bewerber bei einer Bewerbung beachten müssen, wie z. B. ob sie ein Begleitschreiben oder ein Portfolio einreichen sollen.

Machen Sie sich jetzt an die Arbeit

Wenn die Lebensläufe bei Ihnen eintreffen, sollten Sie ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren in Betracht ziehen, bei dem Angaben wie Ethnie, Staatsangehörigkeit, Geschlecht und Alter entfernt werden, damit Sie klarere Entscheidungen treffen können, die nicht von unbewussten Vorurteilen beeinflusst werden. Auf diese Weise übersehen Sie keinen potenziell perfekten Bewerber.

Ziehen Sie erneut die Stellenbeschreibung hinzu und filtern Sie die Lebensläufe nach Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die mit Ihren Anforderungen übereinstimmen. Tipp: Schauen Sie nicht nur auf die Stellenbezeichnungen, die irreführend sein können, sondern lesen Sie sich stattdessen die Beschreibungen durch. So kann beispielsweise ein „Vizepräsident“ in einem Unternehmen genau null Mitarbeitern vorstehen, während ein „Direktor“ in einem anderen Unternehmen die Verantwortung für ein Dutzend Mitarbeiter trägt. Das, was Sie eigentlich wissen wollen, steht in der Beschreibung.

Darauf sollten Sie in Lebensläufen achten
 

  • Ein solider beruflicher Werdegang, der Engagement zeigt und Relevanz aufweist – vergessen Sie jedoch nicht, dass wirtschaftliche oder persönliche Umstände zu Lücken in einem Lebenslauf führen können, wie z. B. Stellenstreichungen, Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche oder Erkrankung
  • Übertragbare Fähigkeiten, die fehlende Erfahrung in ihren Schlüsselbereichen ausgleichen – so könnten sich z. B. die Fähigkeiten eines Einzelhandelskassierers ganz leicht auf die Aufgaben eines Bankkassierers übertragen lassen
  • Erzielte Erfolge – diese müssen nicht auf die berufliche Laufbahn beschränkt sein; private Erfolge sind ebenfalls ein Zeichen für Motivation und Stolz auf gute Leistungen
  • Hinweise, dass die Bewerber in Ihre Unternehmenskultur passen würden – wenn der Schwerpunkt Ihrer Kultur z. B. auf sozialer Verantwortung liegt, dann haben vielleicht Bewerber mit ehrenamtlichen Aktivitäten das größere Potenzial

Wählen Sie abschließend nur einige der Bewerber aus


Jetzt sollten Sie die Anzahl Ihrer Bewerber auf einen kleineren Stapel mit potenziellen Kandidaten für ein Vorstellungsgespräch verringert haben. Als Nächstes müssen Sie diese Zahl noch weiter reduzieren, damit niemand unnötig Zeit verschwendet. Drei Vorstellungsgesprächskandidaten sind eine gute Anzahl. Aber was ist, wenn Sie sich mit sechs prinzipiell gleichwertigen Lebensläufen konfrontiert sehen? Treffen Sie eine Entscheidung mithilfe eines objektiven und nicht subjektiven Prinzips. Wählen Sie z. B. aus den sechs Bewerbern die drei aus, die sich zuerst beworben haben. Jetzt haben Sie also Ihre drei verbleibenden Bewerber – erfahren Sie in Einstellungsgrundwissen: Begleitbuch für kleine Unternehmen von ADP, wie Sie ein gutes Vorstellungsgespräch mit ihnen führen können.

Wenn Sie diese Vorarbeit leisten, profitiert Ihr Unternehmen davon nicht nur durch hochkarätigere Bewerber, sondern auch durch gesparte Zeit bei der Suche nach den richtigen Personen. Dann können Sie und Ihr erfolgreicher Bewerber sich voll und ganz Ihren Aufgaben widmen und sich auf andere Herausforderungen konzentrieren.

Dieser Text basiert auf einem Artikel von Diane Faulkner ACC SPHR, der ursprünglich auf adp.com veröffentlicht wurde. Aktualisiert im Februar 2020.